Nibud berechnet: So viel Erspartes solltest du mit 40, 50 und 60 Jahren haben

Wie viel Geld sollte man in jedem Lebensabschnitt gespart haben?

Viele Menschen fragen sich, ob sie finanziell auf dem richtigen Weg sind. Das Nibud – eine unabhängige Stelle für Budgetberatung – hat konkrete Richtwerte errechnet, die zeigen, wie viel Erspartes man idealerweise mit 40, 50 und 60 Jahren besitzen sollte.

Diese Zahlen sind keine starren Vorschriften, sondern hilfreiche Orientierungspunkte. Wer weiß, wo er steht, kann gezielt gegensteuern – oder sich beruhigt zurücklehnen.

Mit 40 Jahren: Der Grundstein sollte gelegt sein

Mit 40 befindet man sich häufig in einer finanziell aktiven Phase des Lebens. Kinder, Hypothek, Karriere – vieles passiert gleichzeitig. Dennoch empfiehlt Nibud, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits einen soliden Notgroschen aufgebaut haben sollte.

Als Faustregel gilt: Mindestens drei bis sechs Monatsgehälter sollten als Rücklage verfügbar sein. Wer darüber hinaus auch schon für das Alter spart, ist klar im Vorteil.

Mit 50 Jahren: Halbzeit beim Vermögensaufbau

Die 50 markiert eine wichtige Wegmarke. Das Renteneintrittsalter rückt langsam in den Blick, und die verbleibende Zeit zum Sparen wird kürzer. Nibud empfiehlt, dass man in diesem Alter deutlich mehr als nur eine Notfallreserve angespart haben sollte.

Wer regelmäßig in eine private Altersvorsorge eingezahlt hat, merkt jetzt den Effekt des Zinseszinses. Wer noch nicht so weit ist, sollte spätestens jetzt aktiv werden – denn jedes Jahr zählt.

Warum gerade das fünfte Lebensjahrzehnt so entscheidend ist

Mit 50 haben viele Menschen ihr Einkommenshoch erreicht. Das schafft die Möglichkeit, größere Beträge zurückzulegen, als es in jüngeren Jahren möglich war. Diese Chance sollte man bewusst nutzen.

Mit 60 Jahren: Die Zielgerade beginnt

Kurz vor dem Ruhestand wird es ernst. Nibud zufolge sollte man mit 60 in der Lage sein, seinen Lebensstandard auch ohne vollständiges Erwerbseinkommen zu halten. Das bedeutet: ausreichend Kapital, um Lücken zwischen Rente und tatsächlichem Bedarf zu schließen.

Wer feststellt, dass seine Ersparnisse hinter den Empfehlungen zurückbleiben, sollte das nicht verdrängen. Stattdessen lohnt es sich, konkrete Maßnahmen zu ergreifen – etwa Ausgaben zu reduzieren, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen oder bestehende Sparverträge aufzustocken.

Was diese Richtwerte für dich bedeuten

Nibud betont ausdrücklich, dass individuelle Umstände stark variieren können. Familienstand, Wohnsituation, Berufsfeld und persönliche Ziele spielen alle eine Rolle. Die berechneten Werte sind daher als allgemeine Orientierung zu verstehen – nicht als unveränderliche Gesetze.

Entscheidend ist nicht, ob man exakt der Zahl entspricht, sondern ob man überhaupt ein klares Bild von seiner finanziellen Lage hat. Wer seinen Überblick behält, trifft bessere Entscheidungen – heute und in der Zukunft.

Kleine Schritte mit großer Wirkung

  • Monatliche Sparrate festlegen – auch kleine Beträge summieren sich über Jahre erheblich
  • Ausgaben regelmäßig überprüfen – versteckte Kostenfresser aufdecken
  • Altersvorsorge nicht aufschieben – der Zinseszinseffekt arbeitet nur mit Zeit
  • Notfallreserve aufrechterhalten – damit unerwartete Ausgaben nicht alles durcheinanderbringen

Finanziell vorbereitet in die Zukunft zu gehen, ist keine Frage des Glücks – sondern der Gewohnheit.

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