Das perfekte Osterdessert? Alain Ducasses Schokoladen-Floating-Island und ihr Geheimnis

Alain Ducasses Schokoladen-Île-flottante: Das Osterdesssert, das begeistert

Ostern ohne Schokolade? Kaum vorstellbar. Wer ein elegantes und dennoch unkompliziertes Dessert sucht, wird bei der Schokoladen-Île-flottante von Alain Ducasse fündig. Laurent Mariotte machte das Rezept des Starkochs einem breiten Publikum bekannt, als er es auf Instagram teilte. Das Ergebnis: ein beeindruckender Abschluss eines Ostermenüs – ohne großen Aufwand.

Luftige Eischneeinseln, eine samtige Kakao-Crème-anglaise und eine verblüffende Präsentation bilden das perfekte Trio. Der Schlüssel liegt in der Verwendung von 70-prozentigem Zartbitterschokolade, die dem Dessert eine unverkennbare Tiefe verleiht.

Zutaten und Temperaturen: Schokoladen-Île-flottante für 4 Personen

Für vier Portionen benötigt man 5 Eier, 500 ml Vollmilch, 80 g + 50 g Rohrzucker, 60 g + 50 g Zartbitterschokolade (70 %), eine Prise Salz sowie etwas Butter für die Form. Die Schokolade kommt in zwei Etappen zum Einsatz: eine Hälfte gehackt in den Eischnee, die andere für die Schokoladen-Crème-anglaise.

Was Temperatur und Timing betrifft: Der Ofen wird auf 140 °C vorgeheizt, die Île gart im Wasserbad etwa 15 Minuten. Die Creme wird bei niedriger Hitze so lange gerührt, bis sie die Rückseite eines Löffels bedeckt, und dann über die gehackte Schokolade emulgiert. Gut gekühlt serviert entfaltet das Dessert seinen vollen Reiz – und lässt sich wunderbar vorbereiten.

Schritt für Schritt: Eischnee, Wasserbad und Schokoladen-Crème-anglaise

Zunächst Eiweiß und Eigelb trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, dann die 80 g Zucker nach und nach einarbeiten, bis ein glänzender Schnee mit dem typischen „Vogelschnabel" entsteht. Die Hälfte der gehackten Schokolade vorsichtig unterheben. Eine Souffléform buttern, die Masse einfüllen, in ein mit heißem Wasser gefülltes Backblech stellen und in den Ofen schieben.

Parallel die Milch erhitzen. Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker schaumig rühren, die heiße Milch eingießen und die Mischung bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren andicken lassen. Die heiße Creme über die restliche gehackte Schokolade gießen und glatt rühren. Alles in eine breite Schüssel umfüllen, die gestürzte Île in die Mitte setzen, abkühlen lassen und kalt stellen.

Varianten, Tipps und Geschichte: Was man für Ostern wissen sollte

Wer es etwas anders mag: Es gibt auch eine Version als „Île flottante auf heißer Schokolade", bei der die Creme warm und schokoladig statt kalt und vanillig serviert wird. Für die Dekoration bieten sich geröstete Mandelblättchen, ein Faden gesalzenes Karamell, Rote-Früchte-Coulis oder Orangenschale an. Ein festliches Osternest lässt sich mit Schokoladenspänen, kleinen Schoko-Eiern und essbaren Blüten zaubern.

Dieses Dessert hat eine bemerkenswerte Geschichte. Im 17. Jahrhundert tauchte es erstmals in Le Cuisinier François von François Pierre de La Varenne auf. Damals handelte es sich noch um einen in Likör getränkten Biskuit auf Crème-anglaise – also ganz anders als heute. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Rezept weiter, pochierte oder ofengebackene Eischneeinseln setzten sich durch, und das Dessert wurde zum Bistroklassiker. Ein kulinarisches Erbe, das Jahr für Jahr einen würdigen Platz auf dem Ostertisch verdient.

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