Grüner Spargel: Julie Andrieux Trick, um in einer Sekunde zu wissen, ob man ihn schälen muss

Grüner Spargel: Muss man ihn wirklich jedes Mal schälen?

Im Frühling sehnt man sich nach einem unkomplizierten Gericht, das begeistert: grüner Spargel mit einer feinen Sauce, vom Grill oder in einer herzhaften Tarte. Doch eine faserige Bissprobe kann den Genuss schnell trüben. Viele stehen vor der gleichen Frage – schälen oder nicht schälen? Schließlich gilt grüner Spargel als zarter als seine weiße Variante.

Rund um Ostern, wenn die grünen Stangen die Marktstände überschwemmen, wird diese Frage besonders dringlich. Beim weißen Spargel ist der Reflex klar: Die dickere, deutlich faserigere Schale muss runter. Beim grünen Spargel ist die Sache weniger eindeutig – es kommt auf Frische und Dicke der Stangen an. Die gute Nachricht: Julie Andrieu hat einen blitzschnellen Trick, der die Entscheidung abnimmt.

Julie Andrieux entscheidender Bruchtest

Die Zartheit von Spargel hängt laut Julie Andrieu vor allem davon ab, wie frisch er geerntet wurde. Gegenüber Notre Temps erklärte sie: „Grüner Spargel kann faserig sein, wenn er nicht jung und frisch ist." Bei mangelnder Frische widersteht die Schale dem Messer, Fäden bleiben hängen, und das Geschmackserlebnis leidet deutlich. Deshalb lohnt es sich, den Zustand der Stangen zu prüfen, bevor man überhaupt zum Sparschäler greift.

Der Test selbst ist denkbar einfach. Man bricht das harte Ende des Spargelstrunkst ab und betrachtet die Bruchstelle genau. „Wenn der Schnitt nicht sauber ist und Fasern zum Vorschein kommen, ist Schälen ratsam", so Julie Andrieu. Ist die Schnittstelle dagegen glatt und sauber, zeigt das eine junge, faserfreie Stange an – die Schale darf bedenkenlos draufbleiben.

Grünen Spargel richtig schälen, ohne ihn zu beschädigen

Wenn geschält werden muss, empfiehlt die bekannte Fernsehköchin eine klare Methode. Den Sparschäler ansetzen, den Spargel auf einem Schneidebrett ablegen und von oben nach unten arbeiten. Julie Andrieu rät, an der zarten Spitze zu beginnen, gleichmäßig bis zum Strunk zu gleiten und diesen abschließend schräg abzuscheiden.

Für ein gleichmäßiges Ergebnis die Stange beim Schälen leicht drehen und besonders die untere Hälfte sorgfältig bearbeiten – sie ist meist am härtesten. Wer den holzigen Strunk vor dem Schälen abbricht, weiß genau, welchen Bereich er bearbeiten muss. Gut vorbereitet gart grüner Spargel schnell – ob in der Pfanne, im Ofen oder gedämpft – und behält dabei Biss und leuchtende Farbe.

Wann die Schale bleibt – und was mit den Spargelschalen passiert

Zeigt der Bruchtest eine saubere, glatte Schnittstelle, ist Schälen überflüssig. Dünne, frische Stangen lassen sich wunderbar ungeschält genießen, vor allem bei schnellen Garmethoden. Manche Köche servieren sie sogar roh, hauchdünn auf der Mandoline gehobelt, wenn die Qualität stimmt. In einem Salat, einem Risotto oder zu Eiern sorgt die feine Schale für angenehmen Biss und intensiven Geschmack.

Und die Spargelschalen? Bloß nicht wegwerfen. Sie eignen sich hervorragend für eine aromatische Brühe. Einfach die Schalen sammeln, in Wasser ziehen lassen und anschließend abseihen – fertig ist eine geschmackvolle Basis, die Ressourcen schont und Lebensmittelverschwendung vermeidet. Eine clevere Möglichkeit, grünen Spargel wirklich vollständig zu nutzen.

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