„Frankenstein“-Kaninchen mit schwarzen Stacheln auf dem Kopf – Makabrer Fund in den USA

Bewohner Colorados erleben eine unheimliche Überraschung

In den Gärten Colorados tauchen Wesen auf, die aussehen wie Fabelwesen aus einem Horrormärchen – mit hornartigen Auswüchsen, die direkt aus dem Gesicht zu wachsen scheinen. Dahinter stecken keine Genexperimente. Es ist ein zerstörerisches Virus, das gewöhnliche Kaninchen in lebende, leidende „Mutanten" verwandelt.

Das Shope-Virus – wenn die Natur zum Horrorfilm wird

Was Augenzeugen als „schwarze Zahnstocher" oder „harte Tentakel" rund um Augen und Schnauze beschreiben, ist in Wirklichkeit das Shope-Papillomavirus (CRPV). Diese Erkrankung löst das Wachstum verhornter Tumore aus, die verblüffend an Geweih erinnern. Der Anblick ist schlichtweg makaber und ruft unweigerlich Bilder des mythischen Wolpertingers oder des amerikanischen Jackalopes hervor.

Wie kommt es zur Ansteckung?

Das Virus überträgt sich nicht durch die Luft. Kaninchen infizieren sich auf sehr konkrete Weise:

  • Überträger sind äußere Parasiten, vor allem Flöhe und Zecken.
  • Die Infektionen häufen sich in den warmen Sommermonaten, wenn Insekten besonders aktiv sind.
  • Der Erreger dringt durch kleine Wunden oder Bisse in den Organismus ein und löst dort unkontrollierbares Gewebewachstum aus.

Was Experten warnen

Feldbiologen zufolge sind die Wucherungen, so filmreif sie auch aussehen mögen, für Wildkaninchen ein Todesurteil. Die Tumore blockieren häufig den Kiefer, sodass das Tier nicht mehr fressen kann. Wer ein solches Tier entdeckt, sollte es unter keinen Umständen anfassen – allein der Stress durch menschlichen Kontakt kann das geschwächte Tier schneller töten als das Virus selbst.

Sind Haustiere in Gefahr?

Die gute Nachricht: Das CRPV überträgt sich nicht auf Menschen. Auch für Hunde und Katzen ist das Risiko nahezu gleich null. Hauskaninchenbesitzer sollten jedoch wachsam sein. Bei Zuchtkaninchen verläuft die Infektion deutlich aggressiver und entwickelt sich häufig zu einem Plattenepithelkarzinom – einer tödlichen Form von Hautkrebs.

Krankheitsverlauf und Gefahren im Überblick

1. Die Tumore können unbegrenzt wachsen und dreadlockartige Strukturen ausbilden.

2. Bei Wildkaninchen bildet sich die Infektion gelegentlich von selbst zurück – das bleibt jedoch die Ausnahme.

3. Bei Hauskaninchen ist die chirurgische Entfernung der Wucherungen durch einen spezialisierten Tierarzt die einzige Behandlungsmöglichkeit.

4. Derzeit gibt es weder ein wirksames Medikament noch einen Impfstoff gegen diesen spezifischen Virusstamm.

Kranke Tiere, keine Touristenattraktion

Diese „Frankenstein-Kaninchen" sind in erster Linie kranke Tiere, die Ruhe brauchen – keine lokale Kuriosität zum Bestaunen. Das Sinnvollste, was man tun kann, ist der Natur und den lokalen Forstbehörden das Handeln zu überlassen.

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