1. April 2026: Was sich für Ihren Geldbeutel verändert
Ein neuer Monat, ein neues Haushaltsbudget: Der 1. April 2026 bringt für Haushalte in Frankreich eine ganze Reihe kleiner und größerer Anpassungen mit sich. Ob Energiepreise oder neue staatliche Verordnungen – der April macht keine Ausnahme und hinterlässt spürbare Spuren im Alltag.
Sozialleistungen, Energierechnungen, Arzttermine und Steuerfristen – überall bewegen sich die Zahlen. Die entscheidende Frage lautet: Wo gibt es gute Nachrichten, und wo wird das Portemonnaie stärker belastet? Das ist keine Kleinigkeit, wenn es um die Kaufkraft geht. Am Ende zählt jeder Euro.
Sozialleistungen von CAF und MSA: Anpassung und Aktivitätsprämie
Bei den staatlichen Hilfen werden die Leistungen der CAF und der MSA ab dem 1. April neu bewertet. Die angekündigte Erhöhung beträgt 0,8 % – und nicht wie ursprünglich kommuniziert 0,9 % – um der Inflation gerecht zu werden. Betroffen sind unter anderem das RSA, die AAH sowie die Familienzulagen. Die genauen neuen Beträge werden durch eine Reihe noch ausstehender Dekrete festgelegt. Die Anpassung gilt ab April für alle indexierten Leistungen.
Eine weitere Verbesserung steht ebenfalls bevor: die Aktivitätsprämie. Wie im Haushalt 2026 vorgesehen, steigt sie ab dem 1. April im Durchschnitt um 50 € pro Monat, und der Kreis der Anspruchsberechtigten wird auf neue Arbeitnehmergruppen ausgeweitet. Betroffene Haushalte werden die Auswirkung bei der nächsten Auszahlung direkt bemerken. Personen, die bislang ausgeschlossen waren, kommen nun in den Genuss dieser Förderung.
Energie und Gesundheit: Gas, Energiescheck und aufwendige Behandlungen
Beim Thema Energie bleibt der Gaspreis zwischen März und April laut dem monatlich veröffentlichten Referenzpreis der Energieregulierungskommission (CRE) weitgehend stabil. Eine leichte Senkung ist sogar denkbar, bevor im Mai aller Voraussicht nach ein Anstieg folgt. Das Signal für die Aprilrechnung fällt damit insgesamt positiv aus.
Ab dem 1. April erhalten die ersten berechtigten Haushalte ihren Energiescheck, mit dem sie ihre Rechnungen ganz oder teilweise bezahlen können. Im Jahr 2025 lagen die Beträge zwischen 48 und 277 €. Im Gesundheitsbereich werden kostspielige Eingriffe – definiert als Leistungen über 120 € oder mit einem Koeffizienten über 60 – nach wie vor gleich eingestuft, doch die Pauschalbeteiligung steigt von 24 € auf 32 €. Konkret bedeutet das: Bei einem entsprechenden Eingriff erhöht sich der Eigenanteil um 8 €.
Wohnen und Steuern: Was ab April zu beachten ist
Die Winterpause, die Zwangsräumungen vom 1. November bis zum 31. März verhindert, läuft aus. Ab dem 1. April können entsprechende Verfahren wieder aufgenommen werden – mit einem zwar eingeschränkten, aber durchaus realen Einfluss auf Mieter, die mit Mietrückständen oder einem bevorstehenden Wohnungswechsel konfrontiert sind. Betroffene Haushalte sollten ihre Mietsituation sorgfältig im Blick behalten.
Auf steuerlicher Seite startet am 9. April 2026 die Kampagne zur Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2025. Das Ziel ist klar: vorausgefüllte Angaben prüfen, bei Bedarf korrigieren und relevante Belege vor der Online- oder Schaltereinreichung bereithalten. Wer nichts auf die lange Bank schiebt, ist klar im Vorteil.
- Im persönlichen CAF- oder MSA-Bereich die angepassten Leistungsbeträge überprüfen.
- Den Eingang des Energieschecks im Auge behalten und die Aprilrechnung vorbereiten.
- Steuerbelege zusammenstellen und die Online-Erklärung ab dem 9. April 2026 rechtzeitig einreichen.












