Dieses Düngemittel belastet Ihr Gemüse mit Schwermetallen – verwenden Sie es nie wieder im Gemüsegarten

Cadmium im Gemüsegarten – das Schwermetall, das sich in manchen Düngern versteckt und in Ihr Gemüse gelangt

In vielen Gärten kann ein Düngesack, der harmlos als Wachstumsbeschleuniger vermarktet wird, langfristige Spuren im Boden hinterlassen. Das Schwermetall Cadmium lauert manchmal darin – unsichtbar und hartnäckig. Es kann anschließend von bestimmten Gemüsepflanzen aufgenommen werden. Obwohl die Europäische Union seinen Gehalt seit 2022 reguliert hat, sind nicht alle im Umlauf befindlichen Produkte gleichermaßen betroffen.

Seit Juli 2022 schreibt die Verordnung (EU) 2019/1009 einen Höchstwert von 60 mg Cadmium pro Kilogramm P₂O₅ für Düngemittel mit CE-Kennzeichnung vor. Dennoch werden ältere oder nicht kennzeichnungspflichtige Produkte weiterhin verkauft. In einem kleinen Gemüsegarten reichen wiederholte saisonale Anwendungen aus, um diesen Schadstoff allmählich im Boden anzureichern.

Phosphatdünger – die wichtigste Cadmiumquelle in kultivierten Böden

Mineralische Phosphatdünger zählen heute zu den bedeutendsten Cadmiumquellen in europäischen Ackerböden. Der Grund liegt in der natürlichen Herkunft des verwendeten Phosphors: Bestimmte Sedimentgesteine enthalten Schwermetalle wie Cadmium, die dann in die daraus gewonnenen Düngemittel übergehen.

Einmal ausgebracht, kann sich das Metall teilweise im Boden festsetzen und von bestimmten Kulturen aufgenommen werden. Blattgemüse wie Spinat, Salat und Mangold ist besonders empfindlich. Aber auch Wurzelgemüse – darunter Karotten und Kartoffeln – kann Cadmium anreichern. Das Risiko entsteht weniger durch eine einzelne Anwendung als vielmehr durch die wiederholte Ausbringung über lange Zeiträume.

Etiketten lesen und den Boden anpassen – zwei wirkungsvolle Maßnahmen zur Risikoreduzierung

Bei der Wahl eines Düngemittels empfiehlt es sich, auf die CE-Kennzeichnung zu achten und gezielt nach Produkten mit geringem Cadmiumgehalt zu suchen. Mehrere europäische wissenschaftliche Gremien schätzen, dass ein Schwellenwert von etwa 20 mg/kg P₂O₅ die Nahrungsexposition deutlich senken würde – auch wenn die aktuelle EU-Gesetzgebung noch einen Grenzwert von 60 mg/kg festlegt.

Der pH-Wert des Bodens spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ein Boden nahe dem Neutralpunkt, also zwischen 6,5 und 7, hemmt die Cadmiumaufnahme durch Pflanzen erheblich. Geeignete Kalkungsmaßnahmen können helfen, einen zu sauren Boden zu korrigieren. Holzasche kann den pH-Wert ebenfalls anheben – allerdings sollte sie sparsam und ausschließlich aus unbehandeltem Holz verwendet werden.

Gleichzeitig lässt sich die schrittweise Anreicherung des Metalls im Boden bremsen, indem man den Einsatz mineralischer Phosphatdünger reduziert oder ganz aussetzt.

Welche Düngemittel im Gemüsegarten bevorzugen, um die Cadmiumbelastung zu senken

Für die Düngung eines Hausgartens sind Phosphorquellen organischer Herkunft oft eine lohnende Alternative. Haushaltskompost, gut verrotteter Mist oder zertifizierte organische Bodenverbesserer weisen in der Regel deutlich niedrigere Cadmiumwerte auf als mineralische Phosphate aus Sedimentgestein.

Mehrere europäische Studien zeigen zudem, dass Produkte aus ökologischen Anbausystemen im Durchschnitt geringere Cadmiumkonzentrationen aufweisen – wobei diese Werte je nach Boden und Anbaupraxis variieren können.

Wurde bereits kürzlich ein mineralischer Phosphatdünger ausgebracht, ist es trotzdem möglich, die Belastung zu begrenzen: Für einige Saisons auf weniger anreichernde Kulturen setzen, den organischen Anteil im Boden schrittweise erhöhen und einen pH-Wert nahe 7 aufrechterhalten. Die Vielfalt organischer Inputs hilft zusätzlich dabei, die Verfügbarkeit von Cadmium für die Pflanzen zu verringern.

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