Bill Gates verkauft Superjacht für 645 Millionen Dollar – er war nie an Bord

Ein technologisches Wunderwerk, das keiner benutzt hat

Es ist die rätselhafteste und fortschrittlichste Yacht, die je gebaut wurde – und ihr Preis verschlägt einem buchstäblich den Atem. Breakthrough sollte das technologische Manifest eines Milliardärs sein, doch der luxuriöse Koloss wartet nun auf einen neuen Besitzer, ohne auch nur eine einzige Fahrstunde auf dem Zähler zu haben.

Die Situation ist, offen gesagt, mehr als merkwürdig. Das 118 Meter lange Schiff ist die weltweit erste Superjacht, die mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben wird – ein absoluter Pionier im Bereich nachhaltiger Seefahrt. Trotzdem hat ihr vermeintlicher Eigentümer Bill Gates niemals einen Fuß an Bord gesetzt.

Eine private Stadt auf vier Ebenen

Das Maklerbüro Edmiston, das den Verkauf abwickelt, beschreibt die Yacht als „Stadt auf vier Etagen". Das ist kein gewöhnliches Schiff – es ist eine schwimmende Festung aus Luxus und moderner Ingenieurskunst. An Bord können 30 Gäste in 15 exklusiven Kabinen beherbergt werden, um deren Wohlbefinden sich gleich 44 Besatzungsmitglieder kümmern.

Was erwartet die Gäste im Inneren? Die Liste der Annehmlichkeiten liest sich wie der Katalog der teuersten Hotels der Welt:

  • Infinity-Pool mit einer Länge von 8 Metern.
  • Hubschrauberlandeplatz und ein privates Kino.
  • Vollwertiger Basketballplatz sowie ein Fitnessstudio.
  • Exklusives Spa, Sauna und Massageräume.
  • Unterwasser-Beobachtungsraum mit Blick auf den Meeresgrund.
  • Weinkeller für Sammlerstücke und eine medizinische Notfallstation.

Technologie, die ihrer Zeit weit voraus ist

Das von RWD entworfene und von der renommierten Werft Feadship gebaute Schiff sollte die „umweltfreundlichste Yacht der Geschichte" werden. Die Technologie ist tatsächlich beeindruckend. Die Brennstoffzellen ermöglichen einen vollständig geräuschlosen Betrieb aller Bordsysteme über eine ganze Woche sowie eine saubere Fahrt mit einer Geschwindigkeit von 10 Knoten.

Alles an Bord ist automatisiert. Eine digitale Steuerung erlaubt es, sämtliche Funktionen der Yacht von jedem beliebigen Ort aus zu bedienen, während Türen und Vorhänge sich dank Bewegungssensoren von selbst öffnen. Um es direkt zu sagen: Das ist das iPhone unter den Yachten – nur dass es so viel kostet wie ein kleiner Staat.

Warum hat niemand sie je genutzt?

Das ist das größte Rätsel an dieser Geschichte. Inoffiziellen Berichten zufolge finanzierte Gates das Projekt im Jahr 2021, zog sich jedoch kurz vor der Übergabe aus unbekannten Gründen zurück. Für potenzielle Käufer ist das allerdings eine hervorragende Nachricht. Experten sind der Meinung, dass der Umstand, dass die Yacht fabrikneu ist und einen Nullkilometerstand aufweist, ihren Sammlerwert paradoxerweise sogar steigern könnte.

Kurz gesagt: Alle Systeme sind unberührt, die Innenräume makellos – und das Prestige, etwas zu besitzen, das selbst einer der reichsten Menschen der Welt nicht wollte, ist kaum zu beziffern. Die Gelegenheit ist da – für gerade einmal 645 Millionen Dollar.

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