„Bei Leclerc habe ich wirklich gut verdient“: Das echte Gehalt, das Vorurteile widerlegt

Eine Branche, die längst kein Überbrückungsjob mehr ist

Wer denkt, dass ein Job im Einzelhandel nur ein kurzfristiges Notpflaster ist, irrt sich gewaltig. Zwar gelten große Handelsketten – ob Auchan, Leclerc, Carrefour, Intermarché oder Discounter wie Aldi und Lidl – in vielen Köpfen als Sprungbrett zwischen zwei Lebensabschnitten. Doch die Realität sieht oft ganz anders aus.

Hinter der Fassade des „vorläufigen Jobs" stecken zahlreiche Menschen, die dort letztendlich eine vollständige Karriere aufgebaut haben. Und was sie dabei verdienen, dürfte so manchen überraschen – das zeigen aktuelle Berichte über Erfahrungen bei Leclerc.

Gehälter, die gängige Klischees auf den Kopf stellen

Schluss mit dem Vorurteil, der Lebensmittelhandel zahle schlecht. Die Vergütung in dieser Branche kann durchaus beeindrucken – zumindest wenn man den richtigen Posten innehat. Natürlich spielen Erfahrung, Verantwortungsbereich und der jeweilige Arbeitgeber eine entscheidende Rolle.

Als Einstiegsbeispiel: Ein Kassierer oder eine Kassiererin bei Carrefour verdient laut dem Portal Indeed netto rund 1.741 Euro pro Monat. Für einen Einstiegs- oder Übergangsjob ist das alles andere als zu verachten. Doch die Kasse ist eben nur der Anfang. Wer Eigeninitiative zeigt, dem eröffnen sich deutlich lukrativere Bereiche – mit spürbaren Auswirkungen auf den Kontostand.

Spitzenreiter beim Recruiting: Die Lebensmittelbranche stellt ein

Trotz gelegentlicher Filialschließungen und Stellenabbau – wie zuletzt bei Auchan zu beobachten – gehört der Lebensmitteleinzelhandel nach wie vor zu den Sektoren mit den meisten offenen Stellen. Das eigentliche Erfolgsgeheimnis der Branche liegt jedoch in der internen Mobilität und den zahlreichen Weiterbildungsangeboten.

Wer sich engagiert, kann schnell in Führungspositionen aufsteigen – ein echter Schub für den Lebenslauf und vor allem für das Gehalt. Filial- und Marktleiter sind bei allen großen Handelsketten heiß begehrt. Ein Hochschulabschluss auf Niveau Bac+2 reicht dabei oft schon aus. Was finanziell möglich ist, zeigt ein konkreter Überblick:

  • Ein Filialleiter mit drei Jahren Berufserfahrung erzielt ein Jahresbruttogehalt von rund 45.000 Euro.
  • Mit acht Jahren Erfahrung kann dieser Betrag auf bis zu 100.000 Euro jährlich steigen.
  • Die Arbeit in einem Hypermarkt bringt im Schnitt 15 % mehr Gehalt als in anderen Filialformaten – so eine Studie des Personalberaters HAYS, die vom Figaro Emploi veröffentlicht wurde.

Nathalie Bordais, HR-Sprecherin bei Leclerc, bestätigt: Ein Filialleiter verdient dort zwischen 3.250 und 7.800 Euro netto pro Monat. Ja, richtig gelesen. Je nach Unternehmen variieren die Zahlen – aber diese Spannen verdienen echten Respekt.

Unterschiede je nach Kette – aber der soziale Aufstieg funktioniert

Nicht jede Handelskette bietet identische Gehaltsstufen, doch sobald Verantwortung übernommen wird, sind die Konditionen häufig großzügig. Bei Lidl etwa startet ein frisch ernannter Filialleiter mit einem Jahresbruttogehalt von rund 51.970 Euro, was einem Nettogehalt von etwa 3.380 Euro monatlich entspricht.

Nach drei Jahren auf dieser Position winken bereits rund 63.028 Euro brutto jährlich – oder ungefähr 4.100 Euro netto im Monat. Zahlen, die so manchen Angestellten in anderen Branchen ins Grübeln bringen dürften. Den Weg dorthin gehen überwiegend ehemalige Abteilungsleiter oder Drive-Verantwortliche. Kurzum: Wer mit Einsatz und einem freundlichen Lächeln bei der Sache ist, kann im Handel überraschend weit kommen.

Fazit: Ein Sektor mit echtem Potenzial

Der Lebensmitteleinzelhandel mag für manche als Verlegenheitslösung gelten – doch er kann ebenso gut der Startschuss für eine stabile und finanziell lohnende Karriere sein. Weit entfernt vom Klischee des „kleinen Jobs" bietet die Branche echte Aufstiegschancen für alle, die bereit sind, sich zu engagieren. Manchmal steckt die wahre Überraschung eben nicht im Sonderangebot – sondern im Gehaltszettel.

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