Weder Falle noch Gift: die natürliche Methode, um Maulwürfe loszuwerden

Der Maulwurf: unauffällig, aber wirkungsvoll – und manchmal lästig

Plötzlich taucht ein merkwürdiger Erdhügel auf, wo gestern noch ein makelloser Rasen war – und schon sieht der Garten aus wie ein Schlachtfeld. Keine Panik: Der Maulwurf ist zwar der unbeliebteste Mitbewohner im Garten, aber keineswegs der nutzloseste. Folgen Sie uns auf eine Entdeckungsreise zu diesem rätselhaften kleinen Säugetier.

Tatsächlich ist das Vorhandensein eines Maulwurfs oft ein gutes Zeichen – es deutet auf einen gesunden, lebendigen Boden hin. Dieser Tunnelexperte gräbt unermüdlich unzählige Gänge unter Rasenflächen, Gärten, Sportplätzen und Parks. Das sichtbare Ergebnis: kleine Erdhügel, sogenannte Maulwurfshügel, die wie aus dem Nichts auftauchen.

Wie erkennt man diese unterirdischen Wege? Ganz einfach: Halten Sie Ausschau nach kleinen Erdhaufen, die sich über den Garten verteilen. Mit seinen kräftigen Vorderpfoten – ausgestattet mit sechs Fingern und langen Krallen – schiebt der Maulwurf die Erde nach oben. Die dabei entstehende feine Erde eignet sich übrigens hervorragend als Aussaaterde. Ein ökologischer Beitrag, wenn auch ein unbeabsichtigter!

Wenn der Maulwurf kommt, leidet manchmal der Garten

Das Verhältnis zwischen Gärtner und Maulwurf ist nicht immer harmonisch. Nimmt das Tier überhand, kann es einen ganzen Rasen oder Gemüsegarten ruinieren. Das Rasenmähen wird zur echten Herausforderung, wenn überall Hügel im Weg stehen, und der Ziergarten erinnert plötzlich mehr an ein Minenfeld als an eine Oase der Ruhe.

Doch das ist noch nicht alles. Wenn Gemüse oder Blumen plötzlich welken, könnte ein Maulwurf die Ursache sein – er durchtrennt beim Graben Wurzeln oder verdrängt Zwiebeln aus der Erde. Manchmal führt seine unterirdische Aktivität sogar zum Absinken von Wegen oder Pflastersteinen. Diskret ist er wirklich nicht – zumindest nicht in seinen Auswirkungen.

Porträt eines missverstandenen Säugetiers

Bevor man dem Tier den Krieg erklärt, sollte man ein paar Dinge klarstellen: Der Maulwurf ist weder eine Maus, noch ein Wühlmaus oder eine Feldmaus. Er ist ein kleines, insektenfressendes Säugetier von etwa zwanzig Zentimetern Länge, mit einem seidig weichen Fell und einer spitzen Schnauze.

Seine bemerkenswerteste Eigenschaft? Die schaufelartigen Vorderpfoten mit sechs Fingern, mit denen er bis zu zwanzig Meter Gänge pro Tag graben kann. Während der Igel einen Winterschlaf hält, bleibt der Maulwurf das ganze Jahr über aktiv. Seine Augen sind kaum entwickelt, doch Gehör, Geruchssinn und eine ausgeprägte Empfindlichkeit für Bodenvibrationen machen das mehr als wett.

Sein Speiseplan besteht hauptsächlich aus Regenwürmern, aber auch Schnecken, Nacktschnecken und Engerlinge stehen auf dem Menü. Gelegentlich legt er sogar Vorräte an, um den Winter zu überbrücken. Gesellig ist er kaum: Nach der Paarungszeit zwischen März und April lebt er wieder als Einzelgänger – und das für rund fünf Jahre.

Ein unerwarteter Verbündeter im Garten

Entgegen gängiger Vorurteile spielt der Maulwurf eine wichtige Rolle im Gartenökosystem – selbst wenn er gerade Ihre Beete durchwühlt. Seine Anwesenheit ist ein Beweis für fruchtbaren, lebendigen Boden. Durch das Anlegen seiner Gänge verbessert er die natürliche Drainage: Bei Regen kann überschüssiges Wasser durch sein unterirdisches Netzwerk deutlich schneller abfließen.

Die Öffnung jedes Maulwurfshügels dient dabei als Ein- oder Ausgang dieser Gänge und gleichzeitig zur Entsorgung der ausgehobenen Erde. Diese Erde ist besonders fein und nährstoffreich – ideal für Aussaaten und Pflanzungen. Außerdem bekämpft der Maulwurf viele Schädlinge wie Larven und Würmer, die still und leise an Pflanzenwurzeln nagen.

Ihn als Feind zu betrachten, würde bedeuten, einen wertvollen Helfer zu übersehen – solange er nicht beschließt, den gesamten Garten umzugestalten.

Fazit: Die Natur hat immer das letzte Wort

Den Maulwurf auf respektvolle Weise zu vertreiben – ohne Gift und ohne grausame Fallen – ist der beste Weg, das Gleichgewicht im Garten zu bewahren. Beobachten Sie ihn, verwerten Sie die Erde seiner Hügel für Ihre Aussaaten, und denken Sie daran: Ohne ihn wäre Ihr Boden vielleicht um einiges weniger lebendig. Manchmal ist der ungebetene Gast eben doch der nützlichste.

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