Steuern 2026: Lotto, EuroMillions und Casino – wie lautet die aktuelle Regel?
Ein Gewinnschein, eine Überweisung die eingeht – und sofort macht sich Unsicherheit breit: Muss man bei der Steuererklärung etwas angeben? Mit dem Start der Steuerkampagne 2026 am Donnerstag, den 9. April, stellt sich diese Frage erneut für Spieler beim Lotto, bei EuroMillions und sogar an Casino-Tischen. Verlangt das Finanzamt eine gesonderte Zeile für Spielgewinne? Die Regel wurde klar und eindeutig festgehalten – und die Antwort dürfte viele Glückliche überraschen.
Viele Gewinner stellen sich vor, dass zwischen einem lebensverändernden Jackpot und dem Steuerformular eine versteckte Falle lauert. Spieler der FDJ – also Lotto, EuroMillions My Million, EuroDreams, Keno oder illiko – fragen sich zusätzlich, wie es bei Rentengewinnen aussieht. Auch Sportwetter zweifeln. Und selbst beim Casino herrscht Unklarheit. Die tatsächliche Antwort überrascht die meisten.
Müssen FDJ-Glücksspielgewinne in der Steuererklärung 2026 angegeben werden?
Hier ist die offizielle Haltung unmissverständlich: „Gewinne aus Glücksspielen wie Lotterien, Rubbellose oder Sportwetten gelten nicht als steuerpflichtiges Einkommen", erklärt die Française des Jeux. Anders gesagt: Für gelegentliche Spieler unterliegen diese Beträge nicht der Einkommensteuer. Diese Regelung gilt für alle wichtigen FDJ-Spiele – von Lotto bis EuroMillions.
Auch die Frage der Ratenzahlungen wurde in gleicher Weise beantwortet. „Von der FDJ in Form einer Rente ausgezahlte Gewinne sind ebenfalls nicht einkommensteuerpflichtig", stellt die Française des Jeux klar. Ob der Jackpot also als Einmalbetrag oder als Rente ausgezahlt wird – er muss nicht wie ein Gehalt deklariert werden. Wie häufig jemand spielt, ändert an dieser Regel für Privatpersonen grundsätzlich nichts.
Poker und regelmäßiges Spielen: Wann Gewinne zu steuerpflichtigem Einkommen werden
Eine Ausnahme gibt es dann, wenn das Spielen zur gewohnheitsmäßig betriebenen und beherrschten Tätigkeit wird. Beim professionell betriebenen Poker „beherrscht der Spieler den Zufall durch seine Fähigkeiten und das von ihm entwickelte Fachwissen ausreichend". Die dabei erzielten Einnahmen gelten dann als Erwerbseinkommen und müssen entsprechend deklariert werden. Diese Einordnung hängt von der Praxis und Regelmäßigkeit ab – nicht von der Höhe eines einzelnen Abendgewinns.
Konkret gilt: Wer seinen Lebensunterhalt dauerhaft und hauptsächlich durch Spielgewinne bestreitet, kann vom Finanzamt als gewerblicher Spieler eingestuft werden. Ein Zufallstreffer hingegen – selbst ein sehr hoher – bleibt ein Glücksspielgewinn. Wichtig zu wissen: Die bloße Häufigkeit der Einsätze reicht allein nicht aus, um einen Freizeitspieler zum professionellen Pokerspieler zu erklären.
Spielgewinne: Was muss angegeben werden, wenn man den Jackpot anlegt, verschenkt oder investiert?
Ein weiterer entscheidender Aspekt ist das, was nach dem Gewinn passiert. Geldanlagen, die mit Lotto- oder EuroMillions-Gewinnen getätigt werden, „unterliegen der Besteuerung, die für die jeweilige Anlageform gilt", erinnert die Française des Jeux. Solange das Geld auf einem zinslosen Girokonto liegt, fällt weder Einkommensteuer noch Vermögensteuer an. Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne hingegen folgen jeweils ihrem eigenen Steuerregime, sobald sie entstehen.
Wer den Gewinn in Immobilien investiert, sollte mögliche Nebeneffekte im Blick haben: Der Kauf einer Immobilie kann „je nach Wert des Objekts" die Immobiliensteuer IFI auslösen, außerdem eine Grundsteuer – und bei Vermietung sogar eine Einkommensteuer auf Mieteinnahmen. Bei Schenkungen größerer Summen greift das allgemeine Recht, wobei bestimmte Spenden steuerliche Vergünstigungen ermöglichen können. Die von der FDJ genannten steuerlichen Regelungen gelten für in Frankreich ansässige Personen und können sich künftig ändern.












