Alte Suppenterrine: Upcycling leicht gemacht für ein neues Wohnflair
Irgendwo im Buffetschrank schlummert sie seit Jahren – die Suppenterrine der Großmutter. Die gute Nachricht: Dieses Stück ist weit mehr als ein Relikt sonntäglicher Mittagessen. Es ist die perfekte Grundlage für cleveres Upcycling. Wer altes Geschirr neu erfindet, verbindet Stil mit Vernunft, vermeidet Neuanschaffungen und bringt gleichzeitig mehr Persönlichkeit ins Zuhause.
Dabei haben Suppenterrinen technische Qualitäten, die oft unterschätzt werden. Dickes Porzellan und Steingut isolieren hervorragend und schützen dank ihrer Lichtundurchlässigkeit den Inhalt zuverlässig. Optisch setzen ihr Volumen, die Henkel und der Deckel echte Akzente. Und finanziell gesehen spart man durch das Umfunktionieren einer alten Terrine im Schnitt 30 bis 80 Euro gegenüber dem Kauf vergleichbarer Dekorationsstücke. Drei einfache Handgriffe genügen, um sie wieder zum Leben zu erwecken.
Bevor du loslegst: Die wichtigsten Grundregeln
Schau dir die Terrine zunächst genau an. Feine Risse im Glasur oder ein angeschlagener Rand sind für dekorative Zwecke absolut kein Problem – für Lebensmittel sollte man solche Stücke allerdings nicht mehr verwenden. Reinige die Terrine mit warmem Wasser und milder Seife, besonders wenn sie Goldverzierungen trägt.
Eine Regel gilt dabei unbedingt: Den Boden niemals anbohren. Altes Porzellan kann selbst mit geeignetem Bohrer springen. Wer Drainage benötigt, setzt einfach einen bereits perforierten Innentopf ein. Die dicken Wandungen der Terrine wirken außerdem als natürlicher Wärmeschutz – ideal für Zimmerpflanzen. Ihre Lichtundurchlässigkeit verhindert zudem Algenwachstum, das sich in Glasbehältern schnell entwickelt.
Alte Suppenterrine umfunktionieren: 3 geniale Ideen
Idee Nr. 1: Der majestätische Übertopf. Lege zunächst etwa drei Zentimeter Blähton auf den Boden der Terrine. Stelle dann einen kleinen, bereits perforierten Kunststofftopf hinein, fülle ihn mit Erde und pflanze eine hängende Pflanze wie Efeu oder Pothos. Die Erde kommt dabei niemals direkt in die Terrine – so verhindert man Staunässe. Das Ergebnis ist ein stabiles, dekoratives Pflanzgefäß, das dem Wohnzimmer echte Tiefe verleiht.
Idee Nr. 2: Stilvoller Zero-Waste-Badezimmerorganizer. Lege den Deckel beiseite, fülle die Terrine mit Wattepads, festen Seifen, Haarzubehör oder Duftsalzen und stelle sie auf einem Tablett neben dem Spiegel auf. Idee Nr. 3: Die sichere Schlüsselablage im Eingangsbereich. Auf der Konsole nimmt sie Schlüssel, Karten und Kleinkram auf – wird der Deckel draufgelegt, verschwindet das Durcheinander sofort. Eine angeschlagene Terrine? Perfekt als Mini-Sukkulentengarten, bei dem die beschädigte Stelle hinter einer herabhängenden Pflanze versteckt wird.
Wo findet man eine geeignete Suppenterrine?
Schau zunächst bei dir zu Hause oder in der Familie nach. Danach lohnt sich ein Besuch auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern und auf Secondhand-Plattformen im Internet. Bevorzuge Terrinen mit Deckel, auch wenn sie Risse oder kleine Macken haben – das macht sie für Dekozwecke besonders charmant und in der Regel auch günstiger.
Für den praktischen Einsatz brauchst du nur drei Dinge: einen perforierten Innentopf, Blähton für die Drainage und ein mildes Reinigungsmittel für die Pflege. Greife nie zu irreversiblen Maßnahmen – so bleibt der emotionale Wert des Stücks erhalten. Unterm Strich sparst du mit einer umfunktionierten alten Suppenterrine im Schnitt 30 bis 80 Euro und gewinnst gleichzeitig ein Dekorationsstück, das eine Geschichte erzählt.












