Sammlerstück vom Flohmarkt: Ein Filmplakat, das bis zu 10.000 € wert sein kann
Flohmärkte und Trödelmärkte bergen so manches vergessene Juwel – manchmal steckt in einem simplen gefalteten Stück Papier ein kleines Vermögen. Laut Experten für Filmmemorабilien sind originale Kinoplakate zu begehrten Sammlerstücken avanciert. Ein originales Filmplakat eines Kultfilms aus den 60er oder 70er Jahren in tadellosem Zustand kann im Auktionssaal locker 10.000 € übersteigen. Die entscheidende Frage: Welche Exemplare lohnen die Suche?
Der Grund liegt in ihrer Seltenheit. Früher wurden diese Plakate nicht an das Publikum verkauft – sie wurden an Kinos verliehen und mussten nach der Vorführungszeit zurückgegeben oder vernichtet werden. Die Überlebenden, häufig im Lithografieverfahren gedruckt, bestechen durch satte, tiefe Farben. Und manchmal entscheidet ein einziges Detail von wenigen Millimetern über den Wert.
Das Plakat, nach dem Sie heute suchen sollten: La Dolce Vita (1960) und seine Geschwister
Ein klassisches Beispiel: Eine frühmorgendliche Trödlerin auf einem Landflohmarkt entdeckt ein Plakat von La Dolce Vita aus dem Jahr 1960. Der Verkäufer verlangt 50 €. Trägt das Plakat den Namen des damaligen Druckers sowie originale Falzspuren, und wird es anschließend von einem Fachmann kaschiert und restauriert, könnte der Erlös den Kauf eines Neuwagens finanzieren.
In die gleiche Kategorie fallen Plakate der Nouvelle Vague, Klassiker mit Alain Delon oder Jean-Paul Belmondo sowie frühe Science-Fiction-Streifen. Französische Plakate, die von René Ferracci oder Boris Grinsson gestaltet wurden, sind besonders gefragt. In einwandfreiem Zustand können solche Exemplare aus den 60er und 70er Jahren die Marke von 10.000 € deutlich überschreiten.
Ein Originalplakat erkennen: Formate, Vermerke und Signaturen
Das erste Erkennungsmerkmal sind die Maße. In Frankreich galten strenge Standardformate für Kinoplakate: 120×160 cm für das große Format und 60×80 cm für das Halbformat. Die originalen Falzspuren spielen ebenfalls eine Rolle – rollen Sie ein bereits gefaltetes Plakat niemals auf, und schützen Sie es vor Licht und Feuchtigkeit.
Prüfen Sie dann den unteren Rand sorgfältig. Ein echtes Plakat aus dieser Ära trägt den Namen des Druckers sowie mitunter einen Auswertungsvermerk – ein typisches Beispiel wäre der Stempel Imp. Lalande. Fehlen diese Angaben, sollten Sie das Stück lieber links liegenlassen. Und werfen Sie auch einen Blick in die Ecken: Die diskrete Signatur eines René Ferracci oder Boris Grinsson kann den Wert erheblich steigern.
Wo und wie man seltene Filmplakate fehlerfrei aufspürt
Auf Flohmärkten und Trödelmärkten sollten Sie zunächst auf bekannte Filmtitel und Gesichter achten, dann Format, Druckvermerke und Signatur überprüfen. Greifen Sie bevorzugt zu französischen Auswertungsplakaten in Standardformaten und auf altem Papier. Die lohnendsten Kategorien sind Nouvelle Vague, Streifen mit Alain Delon und Jean-Paul Belmondo sowie frühe Science-Fiction-Produktionen.
Haben Sie ein Prunkstück gefunden, gehen Sie vorsichtig damit um: Falten statt rollen, Sonne und Feuchtigkeit meiden, und eine professionelle Kaschierung sowie Restaurierung in Betracht ziehen. Behalten Sie im Hinterkopf: Ein originales Filmplakat in einwandfreiem Zustand aus den 60er oder 70er Jahren kann im Auktionssaal über 10.000 € erzielen. Vermerke wie Imp. Lalande oder ein gut sichtbarer Auswertungsstempel sind Ihre zuverlässigsten Verbündeten. Manchmal reichen schon 50 € an einem Trödelstand.












