Mit einer kleinen Änderung am Gaskessel lässt sich bares Geld sparen
Wer im April noch immer die Heizung laufen lässt, zahlt möglicherweise mehr als nötig. Eine einzige, simple Anpassung am Gaskessel kann laut der niederländischen Umweltorganisation Milieu Centraal im April Dutzende Euro einsparen – und die wenigsten wissen davon.
Das Beste daran: Es braucht weder einen Techniker noch Spezialwerkzeug. Die Maßnahme lässt sich in wenigen Minuten selbst umsetzen und wirkt sich sofort auf den Gasverbrauch aus.
Worum geht es bei dieser Anpassung genau?
Im Mittelpunkt steht die sogenannte Vorlauftemperatur des Heizkessels – also die Temperatur, auf die der Kessel das Wasser erhitzt, bevor es durch die Heizkörper zirkuliert. Viele Haushalte haben diese Einstellung seit der Installation nie verändert, obwohl sie einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch hat.
Gerade im Frühjahr, wenn die Außentemperaturen steigen und weniger Heizleistung benötigt wird, ist eine hohe Vorlauftemperatur schlicht ineffizient. Der Kessel arbeitet dann auf Hochtouren, obwohl deutlich weniger Wärme gebraucht wird.
So funktioniert die Einstellung
Die Vorlauftemperatur lässt sich direkt am Kessel oder über das Steuerungsdisplay regulieren. Milieu Centraal empfiehlt, diese Temperatur im April spürbar zu senken – je nach Modell und Wohnungsgröße auf etwa 50 bis 60 Grad Celsius, statt der oft voreingestellten 70 bis 80 Grad.
Wer einen modernen Niedertemperatur- oder Brennwertkessel besitzt, profitiert besonders stark von dieser Maßnahme. Diese Kesseltypen arbeiten bei niedrigeren Temperaturen effizienter und nutzen die Energie des Gases optimal aus.
Welche Einsparungen sind realistisch?
- Im April können durch diese Anpassung mehrere Dutzend Euro eingespart werden.
- Über die gesamte Übergangssaison summiert sich die Ersparnis auf einen deutlich spürbaren Betrag.
- Besonders ältere Einstellungen, die nie überprüft wurden, bieten das größte Einsparpotenzial.
- Der Gasverbrauch sinkt, ohne dass der Wohnkomfort merklich darunter leidet.
Warum gerade im April so wichtig?
Der April ist ein klassischer Übergangsmonat. Die Temperaturen schwanken stark – morgens kühl, mittags oft angenehm warm. Ein Kessel, der durchgehend auf hoher Vorlauftemperatur läuft, passt sich diesen Schwankungen kaum an und verbraucht unnötig viel Gas.
Wer die Vorlauftemperatur dynamisch anpasst oder zumindest saisonal absenkt, arbeitet dem entgegen. Das ist eine der einfachsten und wirksamsten Methoden, um im Frühjahr Energiekosten zu senken – ohne auf Wärme verzichten zu müssen.
Lohnt sich das auch für Mieter?
Ja, grundsätzlich schon. Sofern der Gaskessel zur Wohnung gehört und der Mieter Zugang zur Steuerung hat, kann diese Einstellung eigenständig vorgenommen werden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, kurz beim Vermieter oder Hausmeister nachzufragen, ob Anpassungen am Kessel erlaubt und technisch unbedenklich sind.
Wer unsicher ist, welche Vorlauftemperatur für das eigene Heizsystem optimal ist, kann die Bedienungsanleitung des Kessels zurate ziehen oder einen Heizungsbauer um eine kurze Einschätzung bitten.
Kleine Änderung, große Wirkung
Es braucht keine teure Sanierung und keine aufwendige Technik, um im Frühling Energie zu sparen. Ein Blick auf die Kesseleinstellungen und eine gezielte Absenkung der Vorlauftemperatur kann bereits einen großen Unterschied machen – sowohl für das eigene Portemonnaie als auch für die Umwelt.
Wer diesen Tipp noch nicht umgesetzt hat, sollte es spätestens jetzt tun – denn jeder Tag mit unnötig hoher Vorlauftemperatur kostet bares Geld.












