Ende April: Das richtige Timing gegen die Asiatische Hornisse
Jeden Frühling taucht die Asiatische Hornisse rund um Wohnhäuser auf – zunächst kaum wahrnehmbar, dann zunehmend bedrohlich. Das Zeitfenster zum Handeln ist eng und schließt sich bereits Ende April. Zu diesem Zeitpunkt existiert die Kolonie noch kaum: Eine einzige Königin sucht nach einem geeigneten Ort, um ihre ersten Waben anzulegen. Diese Kontrolle dauert keine zehn Minuten.
Untersuchungen des INRAE sowie Empfehlungen der französischen Feuerwehr zeigen übereinstimmend: Frühzeitiges Handeln in der Nähe des Hauses ist entscheidend. In dieser Phase baut die Gründerin ein winziges Primärnest, das sich noch leicht beseitigen lässt. Diese Frühjahrskontrolle kann den Verlauf des gesamten Sommers bestimmen. Und das bevorzugte Versteck überrascht viele.
Primärnest gegen Riesennest: Zahlen, Jahreszeiten und wichtige Schwellenwerte
Vor Ende April misst das Primärnest lediglich etwa 2 bis 4 Zentimeter – ungefähr so groß wie ein Tischtennisball. Wer bis Juli wartet, steht vor einem völlig anderen Problem: Die Kolonie zieht in ein Sekundärnest um, das einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern erreichen und Tausende von Tieren beherbergen kann. Größer, höher, gefährlicher – die Ausgangslage verändert sich grundlegend.
Konkret sucht man nach einer kleinen grauen Zellulosekugel, die an einer Fläche klebt und unten eine einzige Öffnung aufweist. Ihre geringe Größe macht sie für ein unaufmerksames Auge nahezu unsichtbar. Zu dieser Jahreszeit findet man sie selten in großer Höhe. Sie versteckt sich in der Nähe von Gebäuden, erreichbar mit einer Leiter und oft weniger als 3 Meter vom Boden entfernt.
Warum die Königin Winkel unter 3 Metern bevorzugt
Warum so tief und so nah? Nach dem Winterschlaf ist die Königin allein, energiearm und angreifbar. Sie sucht gezielt nach einem künstlichen Unterschlupf – trocken, windgeschützt und leicht zugänglich, um ihre ersten Arbeiterinnen aufzuziehen. Menschliche Bauwerke bieten genau dieses ideale Mikroklima.
Deshalb siedelt sie sich bevorzugt in der Nähe von Lebensbereichen an, dort wo Dinge gelagert werden und man regelmäßig vorbeiläuft, ohne alles zu verrücken. Dachuntersichten, geschützte Fensterrahmen, Vordächer und Hauseingangsüberdachungen werden im Frühling zu perfekten Rückzugsorten. Die Königin sucht Sicherheit, keine Höhe – ein Muster, das sich Jahr für Jahr wiederholt.
Welchen genauen Winkel sollte man vor Ende April vorrangig prüfen?
Der wichtigste Ort für die Kontrolle ist der Gartenschuppen oder das Gartenhaus. Prüfen Sie die Deckenecken, die Rückseiten von Türen sowie das Innere umgekehrt gelagerter Tontöpfe. Werfen Sie auch einen Blick in Gießkannen und abgestellte Eimer. Ein realer Fall: Eine Hausbesitzerin griff nach einer seit dem Herbst vergessenen Gießkanne und schreckte dabei eine Königin auf, die sich in der Tülle eingenistet hatte. Eine einfache Sichtkontrolle ohne direkten Kontakt hätte die kleine graue Kugel bereits entdeckt.
Setzen Sie die Inspektion an Dachüberständen, Regenrinnen und nach Süden ausgerichteten Rahmen fort. Schauen Sie auch unter Gartentischen, in zusammengefaltete Sonnenschirme, wenig genutzte Briefkästen und Zählerkästen. Um schwer einsehbare Stellen zu kontrollieren, ohne sich zu gefährden, befestigen Sie die Kamera Ihres Smartphones an einem langen Stiel oder verwenden Sie einen Teleskopspiegel. Wenn Sie eine kleine graue Kugel entdecken, greifen Sie auf keinen Fall selbst ein – sprühen Sie aus sicherer Entfernung ein spezifisches Insektizid oder wenden Sie sich an einen zugelassenen Fachbetrieb. Halten Sie stets mehrere Meter Abstand.












