Sexualität: Dieses eine körperliche Merkmal zieht untreue Frauen besonders an, laut einer Studie

Weibliche Untreue: Wenn Anziehung jeder Logik trotzt

Sie betrügen nicht aus den Gründen, die man vermuten würde. Weder aus Rache noch aus purer Langeweile. Manchmal reicht ein scheinbar unbedeutendes äußerliches Detail aus, um alles ins Rollen zu bringen.

Seitensprünge sind längst kein rein männliches Territorium mehr. Laut dem Europäischen Untreue-Observatorium von Gleeden aus dem Jahr 2022 haben 38 % der französischen Frauen ihren Partner schon einmal betrogen – bei Männern liegt dieser Wert bei 46 %. Die Beweggründe? Mal emotional, oft sinnlich. Fehlende Wertschätzung, ehelicher Alltag, das Bedürfnis, sich begehrt zu fühlen – doch als häufigster Auslöser wird die körperliche oder sexuelle Anziehung zu einer anderen Person genannt.

Und diese Anziehung ist mehr als bloße Chemie. Sie hängt oft an einem ganz konkreten ästhetischen Detail: dem Tattoo. Körperschmuck, der Frauen, die einen Seitensprung in Betracht ziehen, offenbar nicht kalt lässt.

Tattoos: Das bevorzugte visuelle Signal für untreue Frauen

Einer im Juli 2022 von Gleeden durchgeführten Umfrage zufolge geben 55 % der in einer Beziehung lebenden oder verheirateten Frauen, die auf der Plattform registriert sind, zu, dass sie sich stärker zu tätowierten Männern hingezogen fühlen als zu solchen ohne Körperschmuck. Lediglich 18 % erklären, diese Art von Verzierung lasse sie völlig kalt – 27 % differenzieren je nach Körperstelle oder Tätowierstil.

Ein Tattoo ist weit mehr als ein modischer Trend. Es wirkt als kraftvolles psychologisches und symbolisches Signal. Für diese Frauen steht es für den virilen Bad Boy, den Rebellen, den freien Geist – kurz: das genaue Gegenteil von ehelicher Stabilität. Solène Paillet, Kommunikationsdirektorin von Gleeden, bringt es auf den Punkt: „Die Fantasie vom bösen Jungen ist zwar ein Klischee, aber bei verheirateten Frauen nach wie vor hochaktuell."

Diese Körperstellen steigern das Verlangen am stärksten

Nicht jedes Tattoo wirkt gleich. Bestimmte Körperstellen lösen deutlich stärkere Reaktionen aus als andere. Laut den Befragten sind folgende Bereiche besonders anziehend:

  • Die Arme: 81 % finden sie besonders attraktiv
  • Der gesamte Körper (vollständige Körpertattoos): 73 %
  • Hals und Gesicht: 65 %
  • Die Beine: 61 %

Weniger Begeisterung – teils sogar Unbehagen – wecken dagegen Tattoos auf den Händen (32 %), im Mund (14 %) oder auf den Genitalien (9 %).

Für diese Frauen ist Körperschmuck kein bloßes Dekorationselement. Er verkörpert Abenteuer, Freiheit und Spontanität. 52 % sind überzeugt, dass Tattoos auf einen impulsiveren Charakter hinweisen, 58 % sehen darin ein Zeichen von Männlichkeit, und 26 % verbinden sie mit dem Versprechen einer ganz anderen Persönlichkeit als der ihres aktuellen Partners.

Der tätowierte Mann – der Gegenentwurf zum allzu braven Ehemann?

Was am tätowierten Liebhaber fasziniert, ist nicht nur sein äußeres Erscheinungsbild, sondern das, wofür er steht: ein Aufbruch. Eine ästhetische und symbolische Flucht aus dem Ehealtag. Das Tattoo funktioniert wie ein sichtbares Abgrenzungsmerkmal – fast eine sanfte Provokation, die Kühnheit, eine besondere Geschichte und ungefilterte Lebendigkeit andeutet.

Im Grunde genommen verkörpert das Tattoo das, was die offizielle Beziehung nicht mehr bieten kann: Überraschung, Grenzerfahrung, dezente Transgression. Dabei steht diese Option grundsätzlich jedem offen. Treue garantiert Körperschmuck zwar nicht – aber er erhöht offensichtlich die Chancen, jene Frauen zu verführen, die nicht mehr treu sind.

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