Hot Cross Buns: Das Ostergebäck aus England
Goldbraun gebacken, würzig duftend und mit einem weißen Kreuz verziert – Hot Cross Buns sind das ikonische Ostergebäck der anglophonen Welt. Diese süßen, aromatischen Hefeteilchen werden traditionell am Karfreitag gegessen, woher auch das Kreuz stammt, das vor dem Backen aufgetragen wird.
Der Hefeteig nimmt Rosinen, kandierte Früchte oder Zitrusschalen wunderbar auf. Beim Servieren zieht man die Buns einzeln auseinander – ein herzliches kleines Ritual, das direkt Appetit macht.
Frisch aus dem Ofen glänzen sie dank einer Glasur aus Zucker, Honig oder einer feinen Schicht Marmelade. Am nächsten Tag schmecken sie noch immer hervorragend – pur oder leicht getoastet mit einem Stück Butter. Zum Frühstück oder beim Osterbrunch machen sie gleichermaßen eine gute Figur. Das Geheimnis liegt in einigen einfachen Handgriffen und einem sauber gezogenen Kreuz.
Zutaten, Gewürze und Varianten der Hot Cross Buns
Die Grundlage bildet ein reichhaltiger, weicher Briocheteig: Weizenmehl, lauwarme Milch, Hefe, Zucker, geschmolzene Butter, Eier und Salz. Bei den Aromen führt Zimt das Feld an, ergänzt durch eine Prise Muskat und – je nach Rezept – eine Lebkuchengewürzmischung oder Quatre-Épices.
Orangenschale und manchmal auch Zitronenschale setzen frische Akzente, während Rosinen für Biss und natürliche Süße sorgen. Für das Kreuz genügt eine einfache Mischung aus Mehl und Wasser, die mit einem Spritzbeutel oder einem kleinen Gefrierbeutel mit Loch aufgetragen wird. Als Abschluss wählt man nach Geschmack: Zuckersirup, Honig oder Aprikosen-, Pfirsich- oder Erdbeermarmelade.
Wer die Tradition kreativ abwandeln möchte, hat viele Möglichkeiten: doppelte Schokolade, Schokolade mit Orange, Kakao, weiße Schokolade mit Cranberrys, Apfel und Rosinen, gerösteter Apfel mit kandiertem Ingwer, Cranberrys mit Pistazien oder Zimt, Ingwer und Orangenschale. Auch vegane und glutenfreie Versionen sind möglich – ebenso wie ein großer Hot-Cross-Buns-Kranz als Tischgemeinschaft. So entsteht ganz ohne Umwege ein wirklich persönlicher Genuss.
Hausrezept: Die wichtigsten Schritte für besonders weiche Hot Cross Buns
Zunächst die Hefe in lauwarmer Milch auflösen, dann Mehl, Zucker, Salz und Gewürze vermengen. Geschmolzene Butter und Ei einarbeiten, anschließend den Teig etwa zehn Minuten kneten, bis er geschmeidig und nicht mehr klebrig ist. Den Teig abgedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat – das dauert je nach Raumtemperatur zwischen einer und anderthalb Stunden.
Danach den Teig kurz durchkneten, Rosinen (nach Wunsch in lauwarmem Tee eingeweicht) und Zitrusschalen unterheben. Den Teig in 12 Buns aufteilen und zu Kugeln formen. Diese leicht versetzt oder eng nebeneinander in eine Form legen und nochmals 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 180 bis 190 °C vorheizen. Die Kreuze mit der Mehl-Wasser-Masse aufspritzen und die Buns etwa 20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind. Direkt nach dem Backen mit einer Honig- oder Zuckerglasur bestreichen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Wie serviert man Hot Cross Buns beim Osterbrunch?
Nach englischer Art genießt man sie warm mit Butter und Marmelade. Am nächsten Tag entwickeln sie getoastet nochmals mehr Charakter – besonders wenn der Teig von Gewürzen und Orangenschale durchdrungen ist. Für eine entspannte Vorbereitung lassen sie sich hervorragend einfrieren: bis zu 3 Monate sind kein Problem. Am Tag selbst reicht eine kurze Zeit in der Mikrowelle oder im milden Ofen, bevor die Glasur für den letzten Glanz aufgetragen wird.
Auf einem Buffet machen sie sich als Herzstück des Osterbrunchs perfekt. Dazu passen heiße Getränke, Fruchtsäfte, frisches Obst und Rühreier für die süß-herzhafte Balance. Schokoladenvarianten begeistern die Kinder, während vegane und glutenfreie Optionen für alle Gäste eine Lösung bieten. Und wenn die Kruste unter dem Siruppinsel glänzt, ist der Ostergeist längst auf dem Teller angekommen.












