Zeckensaison startet früher als erwartet – was Hundehalter jetzt wissen müssen
Der April 2026 bringt nicht nur wärmere Temperaturen, sondern auch eine deutlich erhöhte Zeckenaktivität in Polen. Der Hauptveterinärinspektor (GIW) hat aktuelle Daten veröffentlicht, die zeigen, in welchen Regionen Hunde besonders gefährdet sind – und die Zahlen sind alarmierend.
Viele Tierbesitzer unterschätzen, wie früh im Jahr Zecken bereits aktiv werden können. Schon ab Temperaturen von etwa vier Grad Celsius beginnen diese Parasiten, ihre Wirte zu suchen.
Diese 3 Woiwodschaften verzeichnen die höchsten Fallzahlen
Laut den aktuellen GIW-Berichten stechen drei Woiwodschaften mit besonders hohen Erkrankungsraten bei Hunden hervor. Die betroffenen Regionen liegen vor allem in waldreichen und feuchten Gebieten, die ideale Lebensbedingungen für Zecken bieten.
- Masowien – dichte Wälder und viele Grünanlagen rund um Warschau begünstigen eine hohe Zeckenpopulation
- Podlachien – die natürliche Wildnis und ausgedehnte Feuchtwälder machen diese Region zu einem Hochrisikogebiet
- Schlesien – trotz städtischer Gebiete zeigt die Region überraschend hohe Infektionsraten bei Hunden
Die gemeldeten Erkrankungen betreffen vor allem durch Zecken übertragene Krankheiten wie Babesiose und Anaplasmose, die für Hunde lebensbedrohlich werden können.
Welche Krankheiten übertragen Zecken auf Hunde?
Zecken sind keine harmlosen Lästlinge – sie sind echte Krankheitsüberträger. Bei Hunden stehen vor allem zwei Erkrankungen im Fokus der Tierärzte.
Babesiose
Babesiose wird durch den Parasiten Babesia canis verursacht und zerstört rote Blutkörperchen. Symptome wie Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit und gelblich verfärbte Schleimhäute können innerhalb weniger Tage auftreten. Ohne schnelle tierärztliche Behandlung kann die Krankheit tödlich verlaufen.
Anaplasmose
Anaplasmose ist eine bakterielle Infektion, die das Immunsystem des Hundes schwer belastet. Betroffene Tiere zeigen häufig Gelenkschmerzen, Fieber und allgemeine Erschöpfung. Diese Erkrankung wird oft mit anderen Zeckenkrankheiten verwechselt, was die Diagnose erschwert.
So schützen Sie Ihren Hund effektiv vor Zecken
Prävention ist der beste Schutz. Tierärzte empfehlen eine ganzjährige, aber besonders im Frühjahr konsequente Zeckenprophylaxe. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen im Überblick:
- Zeckenschutzmittel wie Spot-on-Präparate, Halsbänder oder Tabletten nach tierärztlicher Beratung einsetzen
- Hund nach jedem Spaziergang im Freien gründlich absuchen – besonders an Ohren, Achseln und zwischen den Zehen
- Gefundene Zecken sofort und vollständig mit einer Zeckenzange entfernen
- Bei Verhaltensänderungen oder Fieber nach einem Zeckenstich umgehend einen Tierarzt aufsuchen
- Impfungen gegen Babesiose in Hochrisikoregionen in Betracht ziehen
Warum ist April besonders kritisch?
Der April gilt als einer der gefährlichsten Monate für Zeckenbisse, weil viele Hundehalter noch nicht in der „Zecken-Routine" sind. Die Parasiten sind bereits hochaktiv, während der Schutz der Tiere oft noch nicht erneuert wurde.
Hinzu kommt, dass Hunde im Frühling besonders ausgiebig in der Natur bewegt werden – nach den langen Wintermonaten zieht es Mensch und Tier vermehrt in Parks, Wälder und Felder. Genau dort lauern die meisten Zecken.
GIW empfiehlt sofortiges Handeln
Der Hauptveterinärinspektor appelliert an alle Hundebesitzer in den betroffenen Woiwodschaften, nicht bis zu den ersten Symptomen zu warten. Präventive Maßnahmen sollten bereits jetzt eingeleitet werden, bevor die Zeckensaison ihren Höhepunkt erreicht.
Wer unsicher ist, welches Schutzmittel für seinen Hund am besten geeignet ist, sollte das Gespräch mit dem Tierarzt suchen. Individuelle Faktoren wie Größe, Gewicht, Gesundheitszustand und das Lebensumfeld des Tieres spielen bei der Wahl des richtigen Präparats eine entscheidende Rolle.












