Er ist 108 Jahre alt und behauptet, ein „schlechtes Geschäft“ für den Staat zu sein. Rente länger als die Berufstätigkeit!

Das Phänomen Pere Quintana: Der Rentner, der das System „ruiniert"

Pere Quintana ist 108 Jahre alt – und gibt mit entwaffnender Offenheit zu, dass seine bemerkenswerte Langlebigkeit ein finanzieller Albtraum für das Rentensystem darstellt. Der Barceloner Apotheker bezieht seit sieben Jahrzehnten Leistungen und beweist damit, dass ein Leben auf „Staatskosten" erstaunlich lang und erfüllt sein kann.

Seien wir ehrlich: Rentensysteme wurden schlicht nicht für Menschen wie ihn konzipiert. Pere arbeitete 37 Jahre lang als Apotheker – eine solide Berufslaufbahn, die jedoch verblasst, wenn man bedenkt, dass er sich bereits seit über 70 Jahren im Ruhestand befindet. Quintana, der im Januar 109 Jahre alt wird, kommentiert seine eigene Situation mit trockenem Humor.

„Ich bin kein gutes Geschäft für den Staat", sagt er mit einem Augenzwinkern. Seiner Meinung nach hätte die spanische Sozialversicherung (Seguridad Social) keine Überlebenschance, wenn alle Bürger eine solche Vitalität an den Tag legen würden. Trotzdem erfreut sich der 108-Jährige in seiner Wohnung in Barcelona bester geistiger und körperlicher Verfassung.

Das Rezept für ein langes Leben? Vergiss die Wunder

Viele Menschen fragen ihn nach dem „Geheimrezept" für ein Leben bis ins hohe Alter. Pere winkt dabei stets ab: Es gibt keine Magie dahinter. Sein Alltag basiert auf einfachen, geradezu unspektakulären Grundsätzen, die er mit eiserner Konsequenz befolgt.

Das hält ihn am Leben:

  • Tägliche Spaziergänge: Bewegung ist für ihn wie Öl für eine Maschine – unverzichtbar.
  • Musik: Seit seiner Kindheit spielt er Geige, die ihm bis heute als wichtiger Ausgleich dient.
  • Maßhalten: Er vermeidet Extreme in Ernährung und Lebensweise gleichermaßen.
  • Humor: Die Fähigkeit, das Schicksal anzunehmen, ohne sich unnötig darüber aufzuregen.

Liebe und innere Stärke als Lebensgrundlage

Peres Leben verlief alles andere als problemlos. Über 20 Jahre lang pflegte er seine Frau, die nach ihrem 80. Lebensjahr einen schweren Schlaganfall erlitten hatte. Anstatt sie in eine Pflegeeinrichtung zu geben, entschied er sich, persönlich für sie zu sorgen – eine Entscheidung, die er als die wichtigste Prüfung seines Lebens betrachtet.

Heute ist seine Familie seine wichtigste „Medizin". Als Vater von vier Kindern, Großvater von acht Enkeln und Urgroßvater von fünf Urenkeln schöpft er aus jedem Besuch neue Energie. Die Nähe zu anderen Menschen regeneriert ihn offenbar wirkungsvoller als jedes Nahrungsergänzungsmittel.

Ein mahnendes Beispiel in Zeiten der Rentendebatten

Im Jahr 2026, in dem das Renteneintrittsalter in vielen Ländern zum heißen politischen Streitthema geworden ist, erinnert uns die Geschichte von Quintana an etwas Wesentliches. Das Alter kann wunderschön sein – wenn wir lernen, das Glück in den kleinen Dingen des Alltags zu erkennen und zu schätzen.

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