Diese 3 Gesichtszonen, die wir vergessen zu schützen (und wo das Karzinom zuerst zuschlägt)

Hautkrebs im Gesicht: Zahlen, die aufhorchen lassen

Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs – es gibt verschiedene Formen davon. In Frankreich werden jährlich zwischen 141.200 und 243.500 Hautkrebs-Diagnosen gestellt, und rund 85 % davon gehen auf übermäßige UV-Exposition zurück. Karzinome dominieren das Bild deutlich: etwa 70 % entfallen auf das basalzellige Karzinom, 20 % auf das Plattenepithelkarzinom und 10 % auf Melanome. Das Gesicht trägt dabei einen unverhältnismäßig großen Anteil des Gesamtrisikos.

Nationale Krebsregister-Daten zeigen, dass mehr als 80 % aller Karzinome im Bereich von Kopf und Hals auftreten. Hautkrebs im Gesicht ist also kein Randphänomen – er ist die Regel. Sobald der UV-Index den Wert 3 erreicht, ist Sonnenschutz unbedingt erforderlich. In Deutschland ist das typischerweise von Mitte April bis Ende September der Fall. Das Problem: Die meisten Menschen schützen bestimmte kritische Stellen schlicht nicht.

Die 3 vergessenen Zonen, wo Karzinome zuerst entstehen

Ohren, Haaransatz und Scheitel sowie Lippen – drei winzige Bereiche, die beim Eincremen regelmäßig übersehen werden. Dermatologe Aleksandar Sekulic bringt es direkt auf den Punkt: „Karzinome können an Stellen auftreten, an die man beim Untersuchen gar nicht denkt. Deshalb ist eine vollständige Hautuntersuchung – durch Sie selbst oder einen Dermatologen – so wichtig. Vergessen Sie die versteckten Zonen nicht!", erklärt Dr. Aleksandar Sekulic, Ärztlicher Direktor der Dermatologie am City of Hope Cancer Center Phoenix.

Am Scheitel und Haaransatz dringen UV-Strahlen trotz der Haare durch – eine Zone, die fast immer vergessen wird. „Das Plattenepithelkarzinom, ein häufiger Hautkrebs, kann auf den Lippen entstehen – insbesondere auf der Unterlippe, die stärker der Sonne ausgesetzt ist." Der Dermatologe ergänzt: „Eine seltene Form, das maligne orale Melanom, kann sich ebenfalls auf den Lippen oder innerhalb des Mundes entwickeln."

Warum Ohren, Scheitel und Unterlippe besonders gefährdet sind

Es geht schlicht um Sonnengeometrie. UV-Strahlen treffen hauptsächlich von oben auf Erhebungen und horizontale Flächen. An Ohren, Haaransatz und Unterlippe ist die Haut dünner und wenig talgreich. Die DNA der Basalzellen verändert sich dort schneller, was einen idealen Nährboden für Karzinome schafft.

Ein typisches Beispiel: Wer im Garten arbeitet, schützt Wangen, Nase und Stirn – aber nicht die Ohrränder oder den Scheitel. Saison für Saison entstehen dort Rötungen und Verbrennungen. Jahre später tauchen aktinische Keratosen auf – bekannte Krebsvorstufen. Die Ursache ist simpel: anhäufende UV-Schäden an drei vergessenen Stellen.

Anti-Karzinom-Routine ab UV-Index 3: Was ist zu tun?

Sobald der UV-Index 3 erreicht wird, tragen Sie LSF 50 auf das gesamte Gesicht auf und widmen Sie den drei vergessenen Zonen besondere Aufmerksamkeit. An Ohrhelix und -läppchen großzügig eincremen – einschließlich des Übergangs zum Haaransatz. Für Scheitel und Schläfenbereich empfiehlt sich ein spezielles Sonnenspray für die Kopfhaut sowie ein Hut mit engem Geflecht.

Für den Mundbereich ersetzen Sie Gloss durch einen Lippenbalsam mit LSF 50 und tragen ihn häufig erneut auf. Ein cleverer Trick: Ein LSF-50-Lippenpflegestift eignet sich auch hervorragend für den Nasenrücken, die Ohrränder und den Scheitel – praktisch, schweißresistent und schnell aufgetragen. Führen Sie regelmäßige Selbstuntersuchungen durch, und suchen Sie bei anhaltenden Veränderungen umgehend ärztlichen Rat.

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