Ein Gesetz mit ungewollten Folgen
New Yorker Geschäfte sind seit Kurzem verpflichtet, Bargeld anzunehmen – andernfalls drohen empfindliche Strafen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung die Produktion der kleinsten Münzen eingestellt. Händler stecken damit zwischen einem strikten Gesetz und leeren Münzfächern an der Kasse fest.
Neue Regeln und harte Strafen bei Barzahlungsverweigerung
Seit dem 21. März 2026 gelten in New York neue Vorschriften, die Unternehmen treffen, die ausschließlich digitale Zahlungen akzeptieren wollten. Die Behörden kündigen strenge Kontrollen in Verkaufsstellen an und lassen dabei keine Ausnahmen zu.
- Beim ersten Verstoß gegen die Bargeldpflicht wird eine Geldbuße von 1.000 US-Dollar fällig.
- Im Wiederholungsfall steigt die Strafe auf 1.500 US-Dollar pro Vorfall.
- Aufpreise für Kunden, die mit Bargeld zahlen, sind ausdrücklich verboten.
- Die Regelung gilt für alle persönlichen Transaktionen in Läden, Restaurants und Supermärkten.
- Das Gesetz soll ältere Menschen sowie die 14,5 Prozent der Haushalte ohne Bankkonto schützen.
Warum sind Cent-Münzen aus dem Umlauf verschwunden?
Das Wechselgeldproblem hat seinen Ursprung in einer Entscheidung des Vorjahres. Die Herstellung von Cent-Münzen erwies sich für den Staat als wirtschaftlich unhaltbar und wurde daraufhin aufgegeben.
- Die Produktion einer einzigen 1-Cent-Münze kostete 3,7 Cent – also mehr als ihr Nennwert.
- Das Finanzministerium erlitt dadurch jährliche Verluste von rund 85 Millionen Dollar.
- Der letzte Cent wurde am 12. November geprägt, seitdem schwinden die Bestände kontinuierlich.
- Die Federal Reserve nimmt von regionalen Verteilzentren keine Münzeinlagen mehr entgegen.
Die Rundungsfalle und das Risiko teurer Klagen
Händler spüren den Druck dieser Situation bei jeder Transaktion, die sich nicht auf eine glatte Zahl beläuft. Leere Münzschubladen zwingen zu Entscheidungen, die rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.
- Aufrunden ist riskant und kann Sammelklagen wegen Verbrauchertäuschung auslösen.
- Abrunden bedeutet direkten Verlust für das Unternehmen – bei hohem Transaktionsvolumen gefährdet das die Liquidität.
- Die Tankstellenkette Kwik Trip schätzt, dass ihre verbraucherfreundliche Rundungspolitik in diesem Jahr 3 Millionen Dollar kosten wird.
- Fehlende bundesweite Vorgaben für Bruchteilsbeträge lassen Händler ohne rechtliche Absicherung zurück.
Häufig gestellte Fragen
Darf ein Geschäft in New York Bargeld ablehnen?
Nein. Seit dem 21. März 2026 sind alle stationären Verkaufsstellen gesetzlich verpflichtet, Banknoten als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Wer dagegen verstößt, riskiert eine dokumentierte Geldstrafe von bis zu 1.500 Dollar je Verweigerung.
Wie soll Wechselgeld gegeben werden, wenn keine Cents mehr im Umlauf sind?
Derzeit empfiehlt es sich, Endbeträge auf die nächsten 5 Cent abzurunden. Das schützt Händler vor dem Vorwurf illegaler Preisüberhöhung, geht aber auf Kosten der Marge – ein Kompromiss, der vor allem bei kleinen Beträgen spürbar ins Gewicht fällt.












