Genialer Trick gegen herben Wein: Gartenabfälle nutzen, um den Geschmack zu retten

Wenn selbst gekelteter Wein zu herb gerät

Ein bitterer, den Mund zusammenziehender Nachgeschmack ist das häufigste Problem beim Verarbeiten von Früchten aus der eigenen Pergola. Statt die misslungene Charge wegzuschütten oder sie mit Zucker zu übertünchen, lohnt sich ein Blick auf die Trester, die sonst einfach auf dem Kompost landen.

Heiße Sommer sorgen dafür, dass Weintrauben im Garten gewissermaßen „zweigleisig" reifen. Die Früchte häufen rasch Zucker an, während die Gerbstoffe nicht mithalten können – das Ergebnis ist eine unangenehme Rauheit und ein herber Abgang am Gaumen. Wissenschaftler aus Sevilla haben jedoch einen Weg gefunden, dieses Gleichgewicht mit natürlichen Hausmitteln wiederherzustellen, ganz ohne künstliche Zusätze.

Hausmittel zur Reduzierung der Bitterkeit um bis zu 50 %

Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Trester – also den übrig gebliebenen Schalen, Kernen und Fruchtfleischresten nach dem Auspressen. Es zeigt sich, dass gezielt ausgewählte Rückstände aus hellen Traubensorten wie ein natürlicher Filter wirken. Dieser Prozess ermöglicht es, aggressive Tannine zu binden, die den Genuss des selbst gemachten Weins erheblich trüben.

Wer diese Pressreste nicht als Abfall betrachtet, sondern als natürliches Heilmittel für den eigenen Weinkeller, liegt goldrichtig. Studien belegen, dass das Hinzufügen bestimmter Tresteranteile – im Spanischen „Orujo" genannt – zum fertigen Weinansatz bemerkenswerte Wirkung zeigen kann.

Gartenabfälle praktisch einsetzen – so geht's

Niemand möchte stundenlang komplizierte chemische Prozesse in der Küche durchführen. Diese Methode ist schnell, günstig und basiert vollständig auf dem Recycling von Materialien aus dem eigenen Garten:

  • Rohstoff auswählen: Verwende ausschließlich gesunde Schalen und Kerne aus hellen Traubensorten.
  • In den Ansatz geben: Füge eine Portion Trester direkt in das Weingefäß während der Klärungs­phase ein.
  • Geschmack beobachten: Prüfe regelmäßig, ob die Rauheit abnimmt – der Prozess dauert in der Regel einige Tage bis zu zwei Wochen.
  • Zügig filtrieren: Entferne die Rückstände mit einem feinen Sieb oder einem Mullvlies, bevor der Wein in Flaschen abgefüllt wird.
  • Reste verwerten: Die gebrauchten Trester kommen auf den Komposthaufen, wo sie den Boden für die nächste Erntesaison bereichern.

Worauf es bei der Auswahl des Tresters ankommt

Während Profis auf tragbare Spektrometer zurückgreifen, genügt im heimischen Bereich eine gute Beobachtungsgabe. Die besten Eigenschaften zeigen Trester aus Trauben, die in voller Sonne gereift sind – erkennbar an dünner Schale und braunen, trockenen Kernen. Solches Material garantiert die wirksamste Reduzierung der unangenehmen Textur im Wein.

Wie rettet man zu herben Wein?

Am effektivsten ist es, während der Klärungsphase hellen Traubentrester hinzuzugeben. Die natürlichen Wirkstoffe in den Schalen binden aggressive Gerbstoffe und können die Rauheit des Geschmacks um bis zu die Hälfte reduzieren – vollkommen ohne Chemie.

Was tun mit den Rückständen der Weinbereitung?

Statt sie einfach wegzuwerfen, lassen sie sich hervorragend zur natürlichen Geschmacksverfeinerung des Weins nutzen. Danach eignen sich die Reste ideal als Kompost, da sie reich an Kalium und Phosphor sind – beides wertvolle Nährstoffe für Gartenpflanzen.

Author

  • Martin Rütter, geboren 1970 in Duisburg, gilt heute als der renommierteste Hundexperte im deutschsprachigen Raum. Sein Weg zum „Hundevater der Nation“ begann nicht als bloßes Hobby, sondern mit einem fundierten Studium der Tierpsychologie in Pfungstadt sowie Praktika in Wolfsgehegen und bei internationalen Experten. 1995 legte er den Grundstein für seinen Erfolg und entwickelte die Trainingsphilosophie D.O.G.S. (Dog Orientated Guiding System). Dieses System basiert auf einer gewaltfreien, individuellen Kommunikation zwischen Mensch und Hund, die die natürlichen Bedürfnisse des Tieres in den Vordergrund stellt. Heute umfasst sein Netzwerk über 100 Hundeschulen in Europa, was ihn zum unangefochtenen Marktführer in der professionellen Hundeerziehung macht.

    Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit hat Rütter durch seine Medienpräsenz Maßstäbe gesetzt. Seit 2008 ist er das Gesicht der Erfolgsserie „Der Hundeprofi“ auf VOX, in der er schwierige Fälle mit Fachverstand und einer Prise Humor löst. Seine Verdienste gehen jedoch weit über das Fernsehen hinaus: Als Bestsellerautor zahlreicher Fachbücher und durch seine ausverkauften Live-Entertainment-Shows hat er das Bewusstsein für Tierschutz und artgerechte Haltung in der breiten Masse verankert. Er engagiert sich zudem leidenschaftlich gegen illegale Welpentransporte und unprofessionelle Züchter, wodurch er sich als kritische und hochgeschätzte Instanz in der Welt der Kynologie etabliert hat.

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