Neuer geomagnetischer Sturm trifft die Erde am Donnerstag: Welche Risiken birgt das Weltraumwetter?

Wenn die Sonne zur Gefahr wird – was uns am Donnerstag erwartet

Hast du dich jemals gefragt, wie eine einzige gewaltige Explosion auf der Sonne dein Smartphone, die Navigationstechnik im Auto oder das heimische Stromnetz beeinflussen kann? Noch in diesem Donnerstag gerät unser Planet ins Visier eines geomagnetischen Sturms der Klasse G2 – und das bedeutet reale, wenn auch beherrschbare Störungen in der Technologie, die du täglich nutzt. Was genau zu erwarten ist und warum diesmal keine Katastrophe droht, erfährst du hier.

Das Ereignis wurde als moderat (G2) eingestuft und geht auf eine Reihe koronaler Massenauswürfe zurück, die die Sonnenkorona vor einigen Tagen verlassen haben. So bedrohlich das klingt – Wissenschaftler des Space Weather Prediction Center beruhigen: Es handelt sich um einen natürlichen Prozess, auf den unsere Infrastruktur weitgehend vorbereitet ist.

Was genau sind koronale Massenauswürfe?

Stell dir riesige Plasmawolken und Magnetfelder vor, die aus der Sonnenkorona direkt in den Weltraum geschleudert werden. Genau das sind koronale Massenauswürfe. Sie können Milliarden Tonnen solaren Materials transportieren, das mit Geschwindigkeiten zwischen 250 km/s und knapp 3.000 km/s durch das Sonnensystem rast. Die schnellsten dieser Teilchen erreichen uns dabei in gerade einmal 15 bis 18 Stunden – kaum vorstellbar.

Man kann sich das wie ein gewaltiges, magnetisches Geschoss vorstellen, das auf das Erdmagnetfeld trifft. Am Donnerstag wird Material erwartet, das bereits am 16. März ausgestoßen wurde. Diese Plasmawolken tragen ihr eigenes Magnetfeld mit sich – und wenn es auf unsere Magnetosphäre trifft, entsteht ein Sturm, dessen Auswirkungen wir auf der Erdoberfläche spüren können.

  • Praxis-Tipp: Wer am Donnerstag professionelle Drohnen oder präzise GPS-Geräte einsetzen möchte, sollte deren Verhalten aufmerksam beobachten. Bei Stürmen der Klasse G2 kann der Ortungsfehler etwas größer ausfallen als gewöhnlich – das ist vor wichtigen Messungen unbedingt zu berücksichtigen.

Welche Risiken birgt ein Sonnensturm für die Erde?

Auf ihrem Weg durch den Weltraum dehnen sich diese Wellen erheblich aus. Die größten koronalen Massenauswürfe können beim Erreichen der Erde einen Bereich einnehmen, der einem Viertel des Abstands zwischen Erde und Sonne entspricht. Was bedeutet das konkret für dich im Alltag? Ein geomagnetischer Sturm kann drei wesentliche Arten von Problemen verursachen:

  • Verschlechterung der Funkkommunikation, besonders bei hohen Frequenzen.
  • Spannungsschwankungen in Stromnetzen, die in extremen Fällen einen Eingriff der Netzbetreiber erfordern.
  • Kleinere Störungen bei Navigationsgeräten, die den Luft- und Seeverkehr beeinflussen können.

Zum Glück werden diese Auswirkungen laut Experten begrenzt und in den meisten Fällen gut handhabbar sein. Für die Ingenieure, die unsere technologische Infrastruktur absichern, ist das schlicht ein ganz normaler Arbeitstag.

Polarlichter – warum werden sie immer häufiger gesehen?

Viele fragen sich, warum in letzter Zeit so oft von Polarlichtern die Rede ist – und warum sie sogar an Orten zu sehen sind, wo sie normalerweise nicht auftreten. Der Grund: Die Sonne nähert sich dem Höhepunkt ihrer magnetischen Aktivität innerhalb ihres elfjährigen Zyklus. Je mehr Sonnenflecken und Eruptionen auftreten, desto größer die Chance auf ein spektakuläres Himmelsschauspiel.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass wir eine derart starke Aktivität erleben. Wenn der Himmel klar bleibt, lohnt es sich also, am Donnerstagabend einen Blick in Richtung des nördlichen Horizonts zu werfen – vielleicht gelingt dir ein Foto von dem faszinierenden Tanz bunter Lichter, ausgelöst durch kosmische Energie aus den Tiefen unseres Sonnensystems.

Author

  • Martin Rütter, geboren 1970 in Duisburg, gilt heute als der renommierteste Hundexperte im deutschsprachigen Raum. Sein Weg zum „Hundevater der Nation“ begann nicht als bloßes Hobby, sondern mit einem fundierten Studium der Tierpsychologie in Pfungstadt sowie Praktika in Wolfsgehegen und bei internationalen Experten. 1995 legte er den Grundstein für seinen Erfolg und entwickelte die Trainingsphilosophie D.O.G.S. (Dog Orientated Guiding System). Dieses System basiert auf einer gewaltfreien, individuellen Kommunikation zwischen Mensch und Hund, die die natürlichen Bedürfnisse des Tieres in den Vordergrund stellt. Heute umfasst sein Netzwerk über 100 Hundeschulen in Europa, was ihn zum unangefochtenen Marktführer in der professionellen Hundeerziehung macht.

    Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit hat Rütter durch seine Medienpräsenz Maßstäbe gesetzt. Seit 2008 ist er das Gesicht der Erfolgsserie „Der Hundeprofi“ auf VOX, in der er schwierige Fälle mit Fachverstand und einer Prise Humor löst. Seine Verdienste gehen jedoch weit über das Fernsehen hinaus: Als Bestsellerautor zahlreicher Fachbücher und durch seine ausverkauften Live-Entertainment-Shows hat er das Bewusstsein für Tierschutz und artgerechte Haltung in der breiten Masse verankert. Er engagiert sich zudem leidenschaftlich gegen illegale Welpentransporte und unprofessionelle Züchter, wodurch er sich als kritische und hochgeschätzte Instanz in der Welt der Kynologie etabliert hat.

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